Browsing Tag

Mystery

Rezensionen

HYDE VON ANTJE WAGER – REZENSION

Continue Reading

Rezensionen

Der Schein von Ella Blix | Rezension

Gebundene Ausgabe: 472 Seiten
Verlag: Arena (19. Januar 2018)
Preis: 18,00€
Bewertung: 5 / 5
ISBN-13: 978-3401604138

Hier kaufen: Arena Verlag
Danke an den Arena Verlag für das Rezensionsexemplar <3 

ELLA BLIX

Ella Blix ist das offene Pseudonym von Antje Wagner und Tania Witte.
Antje Wagner lebt in Hildesheim und Potsdam. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nahm sie 2012 in den Kanon der 20 besten deutschsprachigen Autoren unter 40 Jahre auf. Mit ihren Jugendbüchern UNLAND, SCHATTENGESICHT, VAKUUM hat sie sich bereits einen Namen gemacht und steht für außergewöhnliche Mysteryromane. Antje Wagner ist gerne und viel auf Lesungen unterwegs und erhielt bereits mehrfach Stipendien.
Tania Witte ist Medienpädagogin und Erwachsenenbildnerin und lebt in Berlin und den Haag. Sie schreibt – am liebsten Romane und Kurzgeschichten. Sie erhielt diverse internationale Stipendien und unter anderem zuletzt den Martha-Saalfeld-Förderpreis (2017). Ihre Kolumne im ZEITmagazin wurde 2016 mit dem Felix-Rexhausen-Sonderpreis ausgezeichnet. Außerdem ist Witte Teil diverser interdisziplinärer Kunstkooperationen und leidenschaftliche Spoken-Word-Performerin.

KLAPPENTEXT

Alina ist neu auf dem Internat Hoge Zand auf der kleinen Ostseeinsel Griffiun. Eines Nachts sieht Alina aus einem der Turmzimmer ein dunkles Schiff am Horizont, das seltsame Blitze über das angrenzende Naturschutzgebiet schießt. Auf der Suche nach Antworten trifft sie in den Dünen auf Tinka, der sie sich sofort auf unheimliche Weise verbunden fühlt. Das Mädchen mit der seltsamen Ausrüstung weiß viel mehr, als sie wissen dürfte und verschwindet immer wieder spurlos. Als Alina mit Hilfe der Lonelies, ihrer neuen Freundes-Clique, versucht, den Rätseln der kleinen Insel auf die Spur zu kommen, macht sie eine Entdeckung, die alles in Frage stellt, was sie jemals für wahr gehalten hat …

MEINE MEINUNG

Wenn man eine ganze Nacht wach bleibt um zu wissen wie die
Geschichte endet, dann haben die Autoren alles richtiggemacht.
Auf „Der Schein“, bin ich schon seit der
Frankfurter Buchmesse gespannt gewesen. Die Geschichte handelt von Alina, die
nicht gerade amused darüber ist, dass sie für eine geraume Zeit ins Internat muss,
weil ihr Vater keine Zeit hat und ihre Mutter ist verschwunden. Zu Beginn fährt
sie in das Internet und man lernt Alina während der Zugfahrt kennen. Sie ist
nicht erfreut und das spürt man an ihren Gedankengängen. Die Umgebung wird
beschrieben und man kann sich direkt alles bildlich vorstellen. Im ersten Drittel
fehlt mir allerdings die Spannung, dafür wird vieles erklärt. Man lernt die Internatsmitbewohner
und ihre Besonderheiten kennen. Nach dieser Einführung wollte ich das Buch für
den Abend erst beiseitelegen, aber dann baute sich die Spannung langsam auf und
meine Neugierde war geweckt. Nachts bemerkt Alina ein unheimliches Schiff am
Horizont.
Gemeinsam mit ihren Freunden, den Lonelies, die am
Wochenende nie nach Hause können, will sie der Sache auf den Grund gehen. Das
Geheimnis der Insel scheint etwas mit dem Verschwinden ihrer Mutter zu tun.
Immer mehr baut sich die Spannung auf und ab diesem Moment spätestens hat man
kein Buch in der Hand, viel mehr eine Droge in der Hand. Man inhaliert die
Geschichte. Es sind auch Passagen dabei bei denen ich einfach kichern musste.
Der Schreibstil des Autorenduos, hinter dem sich Antje
Wagner und Tanja Witte verbergen ist einfach großartig. Flüssig und fesselnd,
sobald man in der Geschichte eingetaucht ist. Die Geschichte konnte mich,
sobald sich die Spannung aufbaute durchweg fesseln. Zwischen den Zeilen findet
man einige sehr interessante Moralen unter anderem, dass man niemanden einfach
eingruppieren sollte ohne ihn oder sie zu kennen. Alina ist ein Charakter den
man direkt ins Herz schließen musste. Sie zeigt nicht nur ihre glänzenden Momente,
sondern auch die, in denen sie verletzt ist. Sie hält nicht viel von den ganzen
Einschränkungen im Internat und versucht so gut es geht, ein normales Leben zu
führen was sehr bewundernswert ist. Mir gefällt hier ebenfalls das Setting sehr
gut. Die Umgebung wurde gut beschrieben, man kann sich die Insel in seinem Kopf
vorstellen und somit selbst einen Spaziergang durch das Internat und die Insel
machen. Das Internatsleben wurde ebenfalls glaubwürdig beschrieben. Mehr will ich nicht vorweg nehmen, lest einfach selbst. Viel Spaß an der Ostsee. Jeder der
Internatsgeschichten mit ein paar Mysteryelementen mag, wird hiermit ein
spannendes Lesevergnügen haben.