Rezensionen

Herzensprinzessin von Rachel Hawkins – Rezension

Der Winter ist nun vorbei und wir haben Frühling. Perfekt für eine queere Lovestory?

ISBN3570165418
EAN9783570165416
Seiten314 Seiten
Erscheinungsdatum1. März 2021
Verlagcbj
AutorinRachel Hawkins
ÜbersetzerinÜbersetzt von Claudia Max

Als Millie Quint herausfindet, dass ihre Freundin fremdgeht, ist sie am Boden zerstört. Kurzentschlossen nimmt sie den Platz an einer Eliteschule in Schottland an. Grüne Felder, ein efeubedecktes Schulgebäude und Mitschüler, die ihre amerikanische Art süß finden, machen ihr den Einstieg leicht. Nur ihre Zimmernachbarin führt sich auf wie eine Prinzessin. Was damit zu tun haben könnte, dass sie wirklich eine ist. Millie und Prinzessin Flora von Schottland können sich anfangs nicht ausstehen. Doch dann werden sie beste Freundinnen. Und mehr. Kann Millie ihrem Glück trauen? Oder gibt es ein Happy End nur im Märchen?

Cbj – Verlagsruppe Randomhouse

Repräsentation: BI, Lesbisch

Puuh zuerst schonmal: Diese süße Geschichte hat meine Nerven strapaziert.

Die Ausgangssituation stand von Anfang an fest. Millie wird von ihrer Freundin betrogen und geht daraufhin an eine Eliteschule in Schottland. Wir bekommen zu Beginn eine Ladung Infodumping und die Schüler*innen vorgestellt. Hier wird sehr aufs Detail geachtet und es wird viel auf die Hobbys eingegangen. Wir lernen Flora kennen und der einzige Grund warum die beiden sich nicht leiden können ist. das Flora so schön sei und Millie normal. Really? Wir erfahren nichts von Flora, außer das sie hübsch ist. Es wird leider furchtbar langatmig erzählt und doch passiert im Prinzip eigentlich gar nicht. Man merkt auch keinen Funken Anziehung oder einen Grund dafür. Habe ich schon erwähnt wie hübsch Flora ist? Hier wird der bekannte Trope “Feind*in zu Liebhaber*in genommen. Gemischt wurde das ganze mit sehr viel Gejammer über den Stand.

Ich hatte gehofft Millie entwickelt sich. Irrtum. Sie bleibt das ganze Buch wie sie ist. Sie ging mir dermaßen auf den Keks und trieb mich zur Weißglut. Die Nebencharaktere blieben bis auf die paar Seiten zu Beginn ebenfalls blass und man konnte zu keinem Charakter eine Verbindung herstellen. Der Schreibstil ist wirklich ausbaufähig und ich dachte erst, es läge an der Übersetzung. Fehlanzeige. Was zur Hölle war der Plot? Und wieso dieses Ende? Da hätte man noch weiter erzählen können. Man hätte auch mehr Spannung einbauen können. Mehr vom Schulalltag und vor allem mehr Gefühl.

Wer die Sorte von Geschichte mag, hat hier sicher eine tolle Geschichte für zwischendurch. Für mich war es viel zu kindisch. Ich will Millie immer noch eine Bratpfanne überhauen.

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