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Forever Love – Ich sehe Liebe von Bettina Kiralay | Rezension

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Dead Soft Verlag; Auflage: 1 (10. Oktober 2017)
  • Bewertung: 5 / 5 Diamanten 3960891431
  • ISBN-13: 978-3960891437
Wenn Jonas nicht gerade fremde Menschen verkuppelt oder die Computerprobleme der Firma löst, für die er arbeitet, schreibt er Romane. Das neue Mitglied in seiner Autorengruppe geht ihm im ersten Moment gegen den Strich. Doch Jonas bemerkt rasch, wie viel er mit Gordon gemeinsam hat. Dass er sich zu dem Schotten hingezogen fühlt, bringt ihn jedoch völlig durcheinander. Jonas kann schließlich Liebe sehen und weiß, wen das Schicksal für Gordon vorgesehen hat. Außerdem ist Jonas nicht schwul. Weshalb also lässt er sich zu einem Kuss hinreißen? Und warum will er noch viel mehr von Gordon?
Ganz ehrlich, ich habe von „Forever Love“ nur eine nette 0815 Geschichte erwartet, aber was ich hier gelesen habe hat mich wirklich vom Sofa gefegt. Die Geschichte handelt von Jonas, der ein wahres Mutitalent ist, als IT-Spezialist hilft er vielen Menschen, er sucht für einsame Herzen einen Partner oder er schafft Meisterwerke mit den Worten. Allein der letzte Aspekte half mir mich in Jonas reinzuversetzen. Er ist Mitglied einer Gruppe für Autoren und fühlt sich zu Jonas hingezogen obwohl jemand anderes für ihn bestimmt ist. An einem besonderen Ort küssen sich die beiden schließlich. Dabei hat Jonas bisher noch kein Interesse an Männern gezeigt. Ich mochte Jonas direkt, den er zeigt wie schwer es ist, Autor zu sein, denn Leben kann man davon nicht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jonas und auch von Gordon aus der Ich-Perspektive erzählt. So hat man einen guten Einblick, was in den beiden vorgeht. Bei Jonas merkt man klar, er ist verwirrt und weiß nicht was mit seinen Gefühlen los ist. Dieses Gefühlschaos war faszinierend, denn ich habe mich selbst in Jonas wiedererkannt. Es ist absolut realistisch dargestellt und nicht übertrieben wie in manch anderen Büchern des Genres. Sozusagen könnte die Geschichte auch gut zur Selbstfindung sein. Ich hatte das Buch wahnsinnig schnell durchgelesen und war gespannt ob Jonas endlich einsieht, dass es Liebe ist, was zwischen ihn und Gordon ist. Als Leser durchlebt man das Gefühlschaos hautnah, durch den großartigen emotionalen Stil von Bettina Kiraly will man nicht mehr aufhören zu lesen. Wie von einem Sog wird man hineingezogen. Der Nebenaspekt „Autorenleben“ ist wahnsinnig interessant und ich denke viele Leser scheinen da einige Sachen nicht zu wissen. Ein Teilthema ist auch die Frankfurter Buchmesse hust, hier habe ich es auch gelesen ^^. Es gibt durchaus mal ähm sehr heiße Szenen aber trotzdem stehen diese nicht all zu sehr im Vordergrund, denn dies ist nicht nur ein einfacher Gay Roman, dies ist eine großartige Geschichte. Eine Selbstfindung der besonderen Art, auch wenn man älter ist kann einem noch ein „Coming-Out“  bevorstehen. Und zwar, dass man sich selbst eingesteht, das man nicht (nur) auf Frauen steht. Bettina Kiralay erzählt das hier auf großartige Weise, manchmal konnte ich bei dem Gefühlschaos die ein oder andere Träne nicht verdrücken. Aber wie alles endet, müsst ihr einfach mal selbst lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung 😀 Ich kann euch nur raten Jonas und Gordon kennenzulernen.