Blogtour, Marcel

Morgen irgendwo am Meer |Blogtrip| Eifersucht

Werbung | Heute bin ich (Marcel) an der Reihe. „Morgen irgendwo am
Meer“ hat mich tief beeindruckt zurück gelassen. Es hat so viele Facetten, dass Du es selbst lesen solltest, um das Kaleidoskop dieser Geschichte sehen zu können.


Eine Facette greife ich heute auf:

Eifersucht – ein Gedanken-Potpourri

Eifersucht ist ein Scheißgefühl.
Wer schon einmal die Erfahrung gemacht hat, wird sicherlich zustimmen. Bestimmt kennst Du niemanden, der schon einmal sagte: „Boah, bin ich gerade eifersüchtig. War ich voll lange nicht mehr. Schon ganz geil“.

Eifersucht nervt.
Sie ist wie ein Feind, der sich ständig auf Deiner Schulter abstützt und Dir fiese Gedanken ins Ohr flüstert: „Schau mal, der Blickkontakt zwischen den beiden war ungewöhnlich lang. War die Umarmung nicht eine Spur zu … herzlich? Oder? Als hättest Du es nicht auch gemerkt…“

Leute, die von sich selbst sagen, dass sie Eifersucht nicht kennen – kann man das glauben?  Das Gefühl ploppt auf, wie lästige Werbung beim Surfen im Internet.
Oder ist es nur Neid?

Das ist nämlich der große Unterschied zwischen den beiden Empfindungen: bei Neid möchte man etwas haben, was man selbst nicht hat. Wie ein trotziger Junge, der unbedingt ein Lolli möchte, wie das Kind vor einem, das man deshalb etwas weniger leiden kann oder – zumindest für diesen Moment – abgrundtief hasst.

Eifersucht ist Ängstlichkeit. Wenn Du eifersüchtig bist, dann hast Du Angst etwas zu verlieren; und dieses etwas ist sogar ein Jemand, der Dir nahe steht. Ganz unerheblich, wie lange man diese Person schon kennen mag.
Aber umso wichtiger jemand ist, um so mehr hat man Angst, dass sie sich plötzlich umdreht und geht.

Leute, die keine Eifersucht kennen, wird das absolut irrational vorkommen.
Wie wahrscheinlich ist es bitte, dass sich jemand von einem auf den anderen Moment abwendet, wenn nichts vorgefallen ist, dass die Bindung zwischen diesen beide Menschen beeinträchtigt?
Verschwindend gering.

Aber sie ist da.
Diese Angst.
Und wenn sie einmal da ist, übermannt sie einen.
Sie fließt ins Gehirn, tränkt die Gedanken, verschleiert den Blick.
Der Mund ist trocken, der Angstschweiß klebt kalt im Nacken, die Muskeln verkrampft.
Man bekommt kaum Luft.
Man kann an nichts anderes mehr denken.
Man reflektiert alles, jede Minute und jede Sekunde. Ständig.
Bis es einen zermürbt.

Und dann muss man eine Entscheidung fällen. Denn irgendwann muss man reagieren.
Die angestaute Luft muss raus.
Irgendwas muss man ändern, sonst wird man wahnsinnig!

Der Moment ist gekommen.
Was machst Du jetzt?
Schlägst Du dem „Eindringling“ jetzt eins ins Gesicht? Spinnst du eine Intrige? Machst Du der Person – die Du so liebst, dass sein/ihr Verlust so unerträglich scheint – nun Vorwürfe?

Entscheide Dich.
Du kannst nicht für immer warten.
Du willst Gift und Galle spucken.
Du spürst jeden Muskel zucken.
Du platzt beinahe aus allen Nähten.

Du stehst jetzt an diesem Punkt.
Du hast zwei Optionen.
Entweder Du zerstörst. Und zwar alles. Du verletzt nicht nur den Eindringling. Du verletzt Dich selbst. Du verletzt die Person, die Du liebst.
Oder: Du verzeihst Dir.
Eifersucht ist nicht unmenschlich. Man darf so fühlen. Aber alles hat seine Grenzen.
Da stehst Du gerade.
Mach nicht den Fehler.
Mach nicht alles kaputt.


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantworte folgende Frage:

Was denkst Du bei über die folgende Aussage: „Es ist süß, wenn Du eifersüchtig bist.“?


Dieser Blog ist ein rein privat betriebener Blog, ich werde für keinerlei Beiträge bezahlt.  Euer Timo
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5 Comments

  • Reply Ramona 19. April 2019 at 14:58

    Hey 🙂
    Interessanter Beitrag. Die Aussage „Es ist süß, wenn Du eifersüchtig bist.“ empfinde ich sehr kontrovers. Auf der einen Seite kann es natürlich schmeichelnd sein, wenn der Partner eifersüchtig ist, aber die problematische Seite, und das ist für mich die schlimmste Sache an der Aussage, ist die Tatsache, dass sie von Misstrauen und Selbstzweifeln geprägt ist. Wenn Vertrauen da ist in einer Beziehung, dann dürfte Eifersucht nur eine sehr unterschwellige Rolle spielen, wenn überhaupt.
    Aber ich denke, jeder hatte schon mal mit Eifersucht zu kämpfen.

    Liebe Grüße
    Ramona

    • Reply Marcel Jansen 19. April 2019 at 18:54

      Liebe Ramona,

      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!

      Schöne Ostern! 🙂

  • Reply karin 20. April 2019 at 8:27

    Hallo und guten Tag,
    Was denkst Du bei der folgenden Aussage: „Es ist süß, wenn Du eifersüchtig bist.“?
    Hm, dieser Ausspruch/Satz ist mir persönlich noch nicht untergekommen oder habe ihn in dieser Form bei mir oder anderen so interpretiert. ….
    Ich glaube persönlich, dass ich kein bißchen „Süß oder nett bin“ wenn in mir sich die Eifersucht breitmacht. Wobei ich persönlich eigentlich egal auf was oder wen nicht so vom Gefühl der Eifersucht geplagt werde….. Weil ich mir immer sage……jeden das Seine was er braucht …..und gut ist es.
    Da braucht es keine Eifersucht…
    LG..Karin..

  • Reply Jenny Siebentaler 20. April 2019 at 9:31

    Meine Antwort zu deiner Frage:Meine Frage wäre: Ob er selber gerne mal eine stelle irgend wo im Meer genauer unter die Lupe nehmen möchte sprich da wo vielleicht Fracks oder ähnliches zu besichtigen/erkunden wäre??
    LG Jenny

  • Reply Juliane S. 20. April 2019 at 19:24

    Hallo,

    ein interessanter Beitrag (allgemein tolle Beiträge und spannende Fragen), mal wieder weiß ich gar nicht so genau, wie ich das beantworten soll. Direkt untergekommen ist mir diese Aussage noch nicht, aber wie ich das finde, hängt davon ab, wodurch sich diese Eifersucht zeigt. Alles, was zu extrem wird, schreckt mich ab, bei leichter Eifersucht fühlt man sich eher geschmeichelt, grad wenn man nicht so perfekt ist. Das kommt wirklich darauf an.

    Viele Grüße und schöne Ostern,
    Juliane

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