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Mi.. Aug. 12th, 2026

Oktober 2021

Klara und die Sonne von Kazuo Ishiguro

Der Literaturnobelpreisträger hat ein neues Werk. Hat es mich überzeugt?

ISBN3896676938
EAN9783896676931
Seiten352 Seiten
VeröffentlichtMärz 2021
Verlag/HerstellerBlessing Karl Verlag
AutorKazuo Ishiguro
ÜbersetzerÜbersetzt von Barbara Schaden

Klara ist eine künstliche Intelligenz, entwickelt, um Jugendlichen eine Gefährtin zu sein auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Vom Schaufenster eines Spielzeuggeschäfts aus beobachtet sie genau, was draußen vor sich geht, studiert das Verhalten der Kundinnen und Kunden und hofft, bald von einem jungen Menschen als neue Freundin ausgewählt zu werden. Als sich ihr Wunsch endlich erfüllt und ein Mädchen sie mit nach Hause nimmt, muss sie jedoch bald feststellen, dass sie auf die Versprechen von Menschen nicht allzu viel geben sollte.

Blessing Verlag

Das Thema Künstliche Intelligenz ist kein neues Thema. Und doch schafft Ishiguro es eine Frsiche Note in die Geschichte einzubringen. Wie Klara die Welt aus dem Schaufenster sieht fand ich wahrlich faszinierend. Wie die Menschen aus der Ferne auf sie wirken und wie sich das wandelt. Welche kleine Faktoren genügen in denen wir Menschen einfach eine Enttäuschung sind. Josie ist schwerkrank und wird die neue Gesellschaft von Klara. Doch Klara weiß nicht, was Josies Mutter wirklich im Sinne führt.

Könnte eine KI diesen Job ausführen? Schafft es eine KI dermaßen menschlich zu scheinen. Ishiguro schafft es die Geschichte auf eine sehr poetische Art zu erzählen und mich als Leser einfach mitzureißen. Die Geschichte ist eine spannende Studie. Wirklich, Ishiguro schafft es uns mehr über das Mensch-sein beizubringen. Wobei ich mir vielleicht bei manchen Szenen etwas mehr Gefühl gewünscht hätte. Trotz allem legt der Autor hier den Finger in die Wunde der Menschheit und zeigt, wo sich die Menschen die ändern müssen. Dinge, die eine Künstliche Intelligenz sieht, aber die Menschen schmerzlichst ignorieren.

Unbedingt lesen!

Ich bin Harrow von Tamysn Muir

Nach Ich bin Gideon erscheint endlich die Fortsetzung des außergewöhnlichsten Science-Fiction Roman der letzten Jahre. Konnte Band 2 mit dem Ersten festhalten? Die Rezension ist spoilerfrei.

ISBN3453321561
EAN9783453321564
Seiten700 Seiten
VeröffentlichtSeptember 2021
Verlag/HerstellerHeyne Taschenbuch
AutorTamsyn Muir
ÜbersetzerÜbersetzt von Kirsten Borchardt

Es herrscht Krieg im Imperium – ein Krieg, von dem die meisten Planeten bislang verschont wurden. Zu verdanken haben sie dies dem aufopfernden Dienst der neun Nekromanten, die dem Imperator im Kampf gegen die Angriffe eines todbringenden Feindes helfen. Harrow Nonagesimus, die Erbin des Neunten Hauses, ist nun eine von ihnen – doch der Dienst, der von ihr verlangt wird, ist so ganz anders als erwartet. Und sie weiß nicht, ob sie ihn überleben wird …

Heyne Verlag

Ich bin Harrow ist definitiv nichts für zwischendurch. Tamsyn Muir lässt Harrow in der zweiten Person erzählen, was am Anfang definitiv ersteinmal anstrengend und gewöhnungsbedürftig ist und wechselt dann wieder in die dritte Person. Gideons Art gerät eher in den Hintergrund, was mir an manchen Stellen wirklich fehlt. Denn Gideon hat das erste Buch für mich wirklich lesenswert gemacht.

Ich bin immer daran interessiert neue Welten kennenzulernen und mehr zu erfahren. Das fehlt mir hier leider komplett. Das Worldbuilding wird ausgelassen. Trotzdem kam ich nach einiger Zeit in die Geschichte rein und war wieder genauso fasziniert wie beim ersten Band.

Die Enthüllungen die der krönende Abschluss des Buches sind, sind einfach der größte Mindfuck. Diese Twists waren einfach so genial gesetzt. Hach ja eine tolle außergewöhnliche Reihe, die einfach hervorsticht.